Tantra- seit 7 Jahrtausenden indische Liebeskunst

Unter Tantra wird oft eine Massagetechnik verstanden. Das Wort stammt aus dem altindischen Sanskrit und bedeutet wörtlich übersetzt: 

„zeitlich dehnen oder strecken“. 

Schon vor ca. 7000 Jahren gab es dort Techniken der Meditation und Selbsthypnose, die bewirkten, daß positive Bewußtseinszustände- einschließlich des sexuellen lang anhaltenden Glücksgefühls- erreicht wurden.

„...Aus diesem Grunde gibt es eine klare Unterscheidung zwischen normalen, nach außen gerichteten Orgasmus, bei dem man dieser Tradition zufolge Lebensenergie verliert, und einem kultivierten Tal- Orgasmus im Sinne des Tao der Liebe, bei dem man Energie gewinnt.

Es gibt verschiedene Techniken, mit deren Hilfe man den kurzfristigen nach außen gerichteten energieverschleudernden Orgasmus hinauszögern oder verhindern kann. Zweck dieser Techniken ist es, einen inneren Orgasmus auszulösen, der den Verlust der Energie verhindert und durch den sich diese Energie in dem beschriebenen Kreislauf „recyclen“ läßt. Ziel dieser Übungen ist nicht nur ein verlängertes und gesteigertes sexuelles Vergnügen sondern letztlich die Erreichung transparenter Bewußtseinszustände. ...

...Es ist eine beständig rollende Expansion des Orgasmus durch den ganzen Körper, der den inneren Orgasmus auf eine halbe Stunde, eine Stunde, zwei Stunden oder noch länger ausdehnt, und zwar in einer sich allmählich steigernden bis zu einem ungeheurem Höhepunkt der Ekstase führenden Stufung.

Man kann diese Form der sexuellen Liebe so oft genießen, wie man will, ohne Gefahr zu laufen, sein Vergnügen mit einer Schwächung seiner Lebensenergie bezahlen zu müssen. Die Spermaenergie wird in den warmen Fluß des kleinen Kreislaufs hineinkanalisiert. Der warme Fluß wird in geistige Kraft umgewandelt. ...

...Er gewinnt die Freiheit zwischen zwei geistigen Ebenen hin und her zu wechseln....

...Das Wort Tantra leitet sich ursprünglich von dem Tätigkeitswort dehnen oder strecken her....

...Margo Anand (Nashlednikova) glaubt, daß die komplexen Rituale des Tantrismus für das moderne Abendland nicht geeignet sind und machte sich deshalb daran, neue zeitgemäßere Methoden zu finden, mit denen man durch die sexuelle Ekstase zur Erfahrung der Meditation gelangen kann. Fußend auf einem begrenzten Training in der klassischen tantrischen Tradition und vielen anderen Praktiken entwickelte sie „High- Sex“, den sie als eine Kombination aus Sexualforschung und humanistischer transpersonaler Psychologie betrachtet....

...Der erste Schritt besteht darin, einen Strömungsreflex im eigenen Körper zu schaffen, eine Art besondere Energie für den Orgasmus. Ziel der in diesem Schritt vorgestellten Techniken ist es Dir erfahrbar zu machen, daß der Ursprung der Energie für sexuelles Vergnügen einzig und allein in Deinem eigenem Körper liegt. Der zweite Schritt dient dazu, die ekstatische Reaktionsfähigkeit zu erwecken und zwar durch Techniken, die einen Zustand absoluter Entspannung mit einem Zustand extremer sexueller Erregung verbinden. Hier besteht das Prinzip wie beim Tao der Liebe darin, die gewöhnliche genitale Entladung hinauszuzögern und einen inneren Orgasmus zu erreichen, der vom ganzen Körper Besitz ergreift und längere Zeit anhält.

Der dritte und letzte Schritt in Anandas tantrischer Sequenz besteht darin, die Welle des Glücks zu reiten oder den Tiger zu reiten. Man kann das sowohl allein als auch mit einem Partner tun. Wenn man es allein tut verlängert dies den Strömungsreflex des Orgasmus und hebt die Lebensenergie vom Sex- Zentrum am untersten Chakra Schritt für Schritt hinauf zum Kronen- Chakra, wo es einen Hirnorgasmus auslöst. Wenn man es mit einem Partner tut wird die innere Energie beider Partner in synchroner Harmonie aufwärts bewegt und man kann das orgasmische Gefühl zum Kronen- Chakra oder jedem anderen Körperteil hinlenken. Der gewöhnliche genitale Orgasmus wird in eine lang anhaltende orgasmische Ekstase hineinverlängert und die voneinander abgetrennten Energien der beiden Partner fließen zu einer größeren Synergie zusammen. Ziel ist ein Geschlechtsverkehr ohne Energieverlust, eine Art perpetuum mobile orgasmischer Ekstase, das durch die sexuelle Energie einzelner oder zweier (oder mehrerer- Anm. v. Schreiber) Partner in Gang gehalten wird. ...“

(entnommen aus: THE SILENT ORGASM, Liebe als Sprungbrett zur Selbsterkenntnis, Günter Nitzschke, 1995 Benedikt Taschenverlag GmbH Köln)

„...Tantra wurde etwa 5000 v. Chr. in Indien durch den Kult um den Hindu- Gott Shiva und seine Gefährtin, die Göttin Shakti, geboren.

Shiva wurde als die Verkörperung reinen Bewußtseins im Zustand höchster Ekstase und Shakti als die Verkörperung reiner Energie verehrt. Die Hindus glaubten, daß Shakti durch die spirituelle und sexuelle Vereinigung mit Shiva dessen Geist Form verlieh und das Universum erschuf.

Tantra betrachtet also die Schöpfung der Welt als einen erotischen Liebesakt. 

Der freudige Tanz von Shiva und Shakti spiegelt sich in allen lebenden Wesen wider und manifestiert sich als Lust, Schönheit und Glück. Das ist im Tantra das Wesen des Göttlichen, die Wurzel alles Seienden.

   Tantra entwickelte sich ursprünglich als Rebellion gegen den repressiven Sittenkodex der etablierten Religionen und die asketischen Praktiken der Brahmanen- der Priesterschaft der Hindus-, besonders gegen den weit verbreiteten Glauben, daß die Sexualität verleugnet werden muß, damit die Erleuchtung erreicht werden kann.

Tantra heißt „weben" in dem Sinne, daß die vielfältigen und oft widersprüchlichen Aspekte des Ich zu einem harmonischen Ganzen verwoben werden. Tantra heißt auch „Ausdehnung", mit der Bedeutung, daß wir uns ausdehnen und der Freude entgegen wachsen, wenn wir unsere eigenen Energien erst einmal verstehen und harmonisch vereinigen.

( entnommen aus: „Tantra oder die Kunst der sexuellen Ekstase" von Margo Anand (Naslednikova); Diplom- Psychologin, Sexualtherapeutin, Seminarleiterin für Tantra- Kurse in Europa, USA und Indien; by Wilhelm Goldmann Verlag, München 1990 )

Für Osho

Für den Inneren und Äußeren Meister

Für Gaia

Für die Innere und Äußere Göttin

Für alle Frauen und Männer, die sich die Erforschung

Ihres Ekstatischen Potentials zum Ziel setzen

                                                                   (Margo Anand)

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Mit der Betonung der Ekstase distanziert sich Hoher Sex von der sogenannten sexuellen Revolution, die in den sechziger Jahren begann. Bei jener Revolution ging es darum, Sexualität (für alle, die es wollen; Anmerkung vom Schreiber) verfügbar zu machen. Sie war eine Rebellion gegen eine puritanische Haltung, die Sex außerhalb der Ehe verbot. ...

... Durch die sexuelle Revolution fühlten sich mehr Menschen wohler dabei, mit mehreren Partnern zu schlafen und möglichst viele Techniken auszuprobieren. Tausende von Büchern und Artikeln erzählten uns, wir sollten intensivere Orgasmen haben, ihre Anzahl steigern, sie mit dem Partner zusammen erreichen und sie ausdehnen.

Vielen gelang das auch, wie aber Psychologen und Soziologen nachgewiesen haben, brachte dieser Zugang zum Orgasmus längerfristig keine Befriedigung mit sich, weder körperlich noch emotional. ...

... Sex als Entladung, Unterhaltung oder Bestätigung für die eigene Attraktivität zu benutzen, richtet sich an Ego- Wünsche, lenkt uns aber von unserem wahren sexuellen Potential ab.

Heute ist das Thema nicht mehr die Verfügbarkeit von Sexualität, sondern die Transformation von Sexualität.

Es geht nicht mehr um die flüchtige Lust um der Lust willen, sondern um die Heilung unseres ekstatischen Selbst in der Liebe. Wir entdecken erotische Glückseligkeit nicht dadurch, daß wir Sex von einem anderen höheren Anliegen abtrennen und lediglich als Entspannung betrachten, sondern indem wir die Kunst sexueller Ekstase kultivieren, um höhere Bewußtseinszustände zu erreichen und auf diesem Wege die Intimität mit unseren Geliebten zu vertiefen. ...

... Während dieser Zeit entdeckte ich Tantra, eine alte östliche Wissenschaft von der spirituellen Erleuchtung. Ich war sofort fasziniert, weil Tantra- anders als die meisten mystischen Wege- die Sexualität als Tor zur Extase und Erleuchtung mit einbezieht. Tantra wurde etwa 5000 v. Chr. in Indien durch den Kult um den Hindu- Gott Shiva und seine Gefährtin, die Göttin Shakti, geboren.

Als eine Haltung, die immer rebellisch und nonkonformistisch war und die eine Herausforderung für Tabus und Glaubenssysteme darstellte, entwickelte Tantra viele Verzweigungen und beeinflußte nicht nur die Tradition des Hinduismus, sondern auch die taoistischen und buddhistischen Traditionen. Die westliche Religionsgeschichte beeinflußte Tantra durch den ekstatischen Kult um den griechischen Gott Dionysos um 2000 v.Chr.(also erst 3000 Jahre nach Entstehung; Anmerkung vom Schreiber). 

... Einer der außergewöhnlichsten tantrischen Mystiker war Saraha, der um das neunte Jahrhundert herum in Indien lebte. Zu seiner Zeit als großer Gelehrter und Philosoph geachtet, schockierte er alle Welt, so die Legende, als er zum Gefährten einer erleuchteten tantrischen Frau und Lehrerin wurde. Sie lebten auf einem Friedhof zusammen und tanzten und sangen mit einer solchen ansteckenden Ekstase, daß alle, die traurig dort eintrafen, um ihre Toten zu begraben, sich mitreißen ließen und erleuchtet wurden. Durch ihn, so sagte man, wurde der König und die Königin des Landes erleuchtet, und schließlich ging das ganze Königreich in eine Zeit großer Freude und großen Friedens ein. (und wurde wahrscheinlich irgendwann von räuberischen Nachbarn überrannt, denn sonst würde die Geschichtsschreibung mehr darüber berichten; Vermutung des Schreibers).

... „Die Erfahrungen oder das Verhalten von Schamanen, indischen Yogis und Sadhus oder spirituell Suchenden aus anderen Kulturen würden der westlichen Psychiatrie mehr als hinreichende Gründe für die Diagnose einer Psychose liefern.

Andrerseits würde der indische Weise den unersättlichen Ehrgeiz, das irrationale kompensatorische Zwangsverhalten, die technologische Besessenheit, das moderne Wettrüsten, die Vernichtungskriege oder Revolutionen und Demonstrationen, die im Westen als normal gelten, als Zeichen für absolute Geisteskrankheit bezeichnen.(Stanislav Grof ; Geburt, Tod und Transzendenz) 

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Ich hatte das Glück, von einigen in Europa, in den Vereinigten Staaten und in Indien persönlich unterrichtet zu werden. Im Verlaufe dieses intensiven Trainings lernte ich, wie man Sexualität, Meditation und Liebe miteinander in Einklang bringt. Während der Zeit mit Osho hatte ich tiefgreifende Erfahrungen, die mir zeigten, wie Meditation hochekstatisch werden kann, vergleichbar mit dem Erlebnis eines Orgasmus ohne Sex. ...

... Das Training besteht aus verschiedenen Zyklen, die über ein Jahr verteilt abgehalten werden und in denen die Teilnehmer als Gruppe zusammenkommen, um zahlreiche Praktiken zu lernen, mit denen sie Ihre Sexualität „heilen" und mehr Freude in ihrem Leben erfahren können. ...

... Dieses Training weckt in hohem Maße positive Emotionen, Vitalität und die verborgenen Kräfte des Gehirns und schenkt uns Zugang zu ekstatischen Zuständen, die in die sexuelle Erfahrung integriert werden können.

Die Methoden, die ich in diesem Buch empfehle, sind also nicht das Erbe einer bestimmten tanrischen Tradition, Schule oder Schrift. Aus diesem Grunde habe ich beschlossen, mein Training Hohen Sex und nicht Tantra zu nennen.

Für das Training, das Ihnen in diesem Buch angeboten wird, müssen Sie keinen bestimmten religiösen Glauben wie den Hinduismus, Yoga oder den Buddhismus übernehmen. ...

... Meine Erfahrung als Lehrerin ist, daß jeder, der sie lernt, die heilende Natur der Ekstase spüren kann. Ich habe beobachtet, daß ekstatische Erfahrungen- vor allem in Verbindung mit Sex- zwanghafte Eifersucht sowie geringe Selbstachtung, Streß, kränkelnde Ehen, Schüchternheit, Drogenabhängigkeit und sogar Eßsucht ( siehe auch „Körpereigene Drogen: erotisierende Botenstoffe sind energieverbrauchend und schmerzunterdrückend; Anmerkung vom Schreiber )  lindern oder heilen.

Ich habe auch gesehen, wie die Beziehungen von Paaren, die sich in jeder Hinsicht miteinander langweilten, plötzlich zu völlig neuen Liebesaffären aufblühten, mit einer offenen Verständigung von Herz zu Herz, einer neuen sexuellen Intimität und einer grundlegenden spirituellen Verbindung, die ihrem gemeinsanen Leben eine neue Bedeutung und Erfüllung verlieh.

Ekstase ist möglich und wirkt. Aber sie ist lange Zeit nicht genutzt worden. Es ist an der Zeit, sie wiederzuentdecken. Ein Augenblick der Ekstase kann Ihr ganzes Leben verwandeln.

... Obwohl ich mich in diesem Buch an heterosexuelle Paare wende, weiß ich aus Erfahrung, daß die Übungen auch für gleichgeschlechtliche Partner von Nutzen sein können. In den alten Traditionen heiliger Sexualität der Hindus und Griechen gab es keinerlei moralische Verurteilung der gleichgeschlechtlichen Liebe. ...

(entnommen aus: „Tantra oder die Kunst der sexuellen Ekstase" von Margo Anand (Naslednikov); Diplom- Psychologin, Sexualtherapeutin, Seminarleiterin für Tantra- Kurse in Europa, USA und Indien; by Wilhelm Goldmann Verlag, München 1990) 


 

Übungen zur Hinauszögerung der Ejakulation(Samenerguss) durch PC-Muskeltraining:

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Unser individuell gestaltetes natürliches Übungsprogramm zur Behebung der vorzeitigen Ejakulation besteht aus einer Reihe von Übungen und speziellen Techniken, die über einen bestimmten Zeitraum geübt werden mit dem Ziel,  den Ejakulationsreflex zurückzugewinnen.

Der Ejakulationsreflex kann durch angemessenes Training des PC-Muskels, der sich oberhalb und hinter dem Penis befindet, wiedererlangt werden. Der PC-Muskel ist der Muskel, der mitwirkt, wenn Sie den Urinfluss unterbrechen, d. h. seine Hauptfunktion ist, die Flüssigkeit (Urin oder Samen) durch den Harnleiter zu drücken. Dies wird mittels der Verwebung der Muskelfasern erreicht, die beim Anspannen den Harnleiter in Richtung Harnröhrenmündung „melken“  (die Öffnung in der Eichel).

Der PC-Muskel ist der Hauptejektor des Samens, und deshalb wird die Ejakulation beträchtlich verbessert, wenn dieser Muskel trainiert wird. 

Wie bereits erwähnt ist es der PC-Muskel, der mitwirkt, wenn der Urinfluss unterbrochen wird. Er dehnt sich vom Steißbein bis auf die untere Seite des Penis, hat die Form einer Hängematte und schliesst sich ans Schambein an (siehe Illustration). Dieser Muskel ist es, der sich anspannt, um den Urinfluß zu unterbrechen und der auch unfreiwillig (Muskelkrämpfe) während des Orgasmus angespannt wird, sowohl beim männlichen als auch beim weiblichen. 

Diesen Muskel zu trainieren hilft nicht nur dabei, leistungsfähige und dauerhafte Erektionen zu erreichen, sondern erhöht auch die Empfindungen während des Orgasmus. Mit der Zeit erschlafft dieser Muskel und verursacht die ersten Symptome der erektilen Dysfunktion. Je grösser die Erschlaffung, um so höher die Dysfunktion. Wenn Sie also Ihren PC-Muskel regelmäßig trainieren, werden Sie im hohen Alter nie Impotenzprobleme haben.   

 Es erfordert keinerlei Zusätze oder unterstützende Mittel wie Pillen oder Cremes, und auch keine Hilfe einer anderen Person bei den Übungen (obwohl wir auch über eine Sektion von Übungen „mit Partnerin“ verfügen). Das wirklich wichtige hier ist Ihre Bereitschaft und Willenskraft, der vorzeitigen Ejakulation ein Ende zu setzen. 

Bei einer normalen sexuellen Begegnung erhöht sich die Erregung nach und nach bis die „Hochebene“ erreicht wird, wo die sexuelle Lust genossen wird (die Erregung steigt und sinkt, siehe Diagramm) bis zu dem Moment, an dem freiwillig (häufig, wenn die Frau kommt) die Ejakulation und der Orgasmus stattfindet. Der vorzeitige Ejakulator kann nicht in der Phase der Hochebene bleiben, sondern gerät in eine schnelle Erregung und eine unfreiwillige frühe Ejakulation und ist dann durchschnittlich frühestens nach 30 Minuten zum nächsten Geschlechtsverkehr bereit, was für die Frau nicht optimal ist. 

Durch die kraftvolle Anspannung des gut trainierten PC- Muskels findet erstens der männliche Orgasmus frühestens nach 30 Minuten Verkehr statt- und zweitens wird dann kein Sperma nach außen ejakuliert. Durch diesen inneren männlichen Orgasmus kann der Verkehr nach wenigen Sekunden mit unverminderter Glied-Erektion fortgesetzt werden, wobei sich dann die zeitlichen Abstände der folgenden inneren männlichen Orgasmen immer weiter erhöhen, sodass nach einigen Stunden (eine gute Gesamt-Kondition vorausgesetzt) der Mann über 1 Stunde ohne Orgasmus verkehren kann, während in dieser Zeit die Frau zu mehreren Orgasmen, oder gar zum Super(Hirn)-Orgasmus kommen kann. 

Grund dafür ist, dass beim inneren männlichen Orgasmus, körpereigne Botenstoffe/Enzyme und Hormone nicht "verloren gehen", und dadurch der Verkehr ununterbrochen stundenlang fortgesetzt werden kann.


 

Kontakt zu Frank:

 

Handy: 0170-9422401

E-Mail: frankies66@googlemail.com

Sexberatung: http://frank-ausdauersex-grosser-penis.erotiktraum.net


 

Weitere literarische Auszüge:

Zitate aus `Sallie Tisdale`- "Talk dirty to me- Eine intime Philosophie des Sex", New York 1994:

... Für den ungeschulten Körper gibt es keine guten oder schlechten Sexualobjekte, keine richtigen oder falschen Reaktionen. Selbst der geschulte Körper gerät gelegentlich in Verwirrung. Sexuelle Handlungen gehören zu den besten Möglichkeiten, die wir haben, unser unartikuliertes inneres Leben auszuagieren. ...

... Wir sind hin- und hergerissen zwischen der Scham und den herrlichen Freuden des Körpers, wir leben zwischen wild wuchernden sexuellen Bildern und schämen uns gleichzeitig. Den Sex, der uns in unserer Alltagskultur präsentiert wird, empfinde ich als fremd. Seine Bilder sind Fragmente, leblos, losgelöst von der normalen Erfahrung. Echter Sex, nämlich der Sex in unseren Zellen und in den Räumen zwischen unseren Neuronen, quillt überall hervor, sickert in die Dinge ein, färbt unsere Phantasie und macht unser Leben bunt. Das ist es, wofür wir blind sind. Das ist es, was wir nie sagen. ...

...Für sich genommen ist Sex eine Art intiutive Kunst, eine Kunst, die vom menschlichen Körper auf Ebenen geschaffen wird, die unsere Großhirnrinde sich nur partiell vorstellen kann. Sex ist letztlich nicht so wichtig wie die Art, wie wir miteinander umgehen- wie viel Achtung und Fürsorge wir anderen, uns selbst, unserem Platz in der Welt und dem, was immer wir Gott nennen, zugestehen. Was mich am Sex am meisten fasziniert, ist die vielfältige Weise, auf die wir- auch ich selbst- die Angst vor Sex benutzen, die Geringschätzung, Kritik, Verdammung und Zerstörung all dieser Dinge, Gott mit eingeschlossen, zu rechtfertigen.

 Sex verändert die Art und Weise, wie wir uns selbst sehen, er durchbricht und erneuert die Grenzen unserer Körper und unserer Beziehungen. Er ist eine Schwingtür, die sich nur in eine Richtung öffnet und die Umkehr verhindert. Sex stülpt im wahrsten Sinne des Wortes unser Innerstes nach außen, formt und untergräbt grundlegende Annahmen. Sex besitzt die einigartige Fähigkeit, das Individuum sowohl zu brutalisieren wie zu besänftigen. Wenn wir uns von der Sexualität abwenden, wenden wir uns von uns selbst ab und auch von den anderen; Angst vor Sex heißt Angst vor anderen. Solange wir das Land der Sexualität nicht durchqueren, gibt es eine Menge anderer Territorien, mit deren Erkundung wir noch nicht einmal beginnen können. ...

...Ich wuchs in den späten sechziger und frühen siebziger Jahren zu einer jungen Feministin heran, die an die Agenda der Gleichberechtigung glaubte, ohne viel darüber gelesen zu haben. ...

...Aber meine heimlichen sexuellen Phantasien schienen sich einen Dreck um meine politischen Ansichten zu scheren. Sie entwanden sich, drangen in mein offenkundig unfeministisches Bewußtsein und explodierten dort manchmal geradezu. ...

...Aber leider brachte auch das Lesen feministischer Theorien mich in dieser Hinsicht nicht weiter. Teile meines Bewußtseins weigerten sich einfach, sich bilden zu lassen, und blieben weit unter der keimfreien Ebene der Gesellschaftspolitik zurück.

 Ich kannte nicht einmal die Bezeichnungen für einen Teil dessen, was sich in meinen sexuellen Phantasien abspielte, aber eins wußte ich mit Sicherheit: Wirklich emanzipierte Frauen, die das Joch des Heterosexismus abgeworfen hatten, dachten nicht einmal an die Dinge, die ich sogar tun wollte. Ich schämte mich nicht, weil ich mich so intensiv mit Sex beschäftigte- jeder, den ich kannte, war auf die eine oder andere Weise mit Sex beschäftigt. ...

... Ab und zu hatte ich zwar ein paar arbeitsmoralische Schuldgefühle, da ich die solide Überzeugung der Mittelschicht verinnelicht hatte, daß alles, was Spaß macht, nicht als Arbeit zählt, denn trotz der Dramen, die damit verbunden waren, machte Sex manchmal einfach sehr viel Spaß. ...

... Sex wird so oft im Zusammenhang mit Ehe und Beziehungen behandelt, daß man meinen könnte, es gebe ihn nur dort. Ich will ihn ganz bewußt außerhalb der Strukturen langfristiger Beziehungen untersuchen, weil die psychische Erfahrung von Sex nicht bei der Beziehung haltmacht, selbst wenn die physische Umsetzung es tut. Anders ausgedrückt: Selbst, wenn ich mich mein ganzes Leben lang monogam verhalte, ist meine Sexualität promiskuitiv- herumtreiberisch, pluralistisch und amoralisch.

  Wenn wir so tun, als fänden unsere sexuellen Regungen ausschließlich innerhalb der Grenzen einer Bindung statt (oder als könnten sie von Rechts wegen nur dort stattfinden), machen wir uns selbst etwas vor. Und selbst innerhalb dieser Grenzen hat Sex viele Gesichter. Im Grunde genommen ist es schade, daß wir nur dieses Wort mit drei Buchstaben benutzen, um das unermeßliche Spektrum erotischen Verhaltens, dessen wir fähig sind, zu umschreiben. ...

... Durch die Abgründe der Liebe habe ich weit mehr über Sex gelernt als durch alles andere. ...

... Sex war für mich immer, und ist es noch, gesellschaftlich mächtig und unglaublich emotional. ...

... Das sexuelle Verhalten, das so sehr Teil unserer Gesellschaft und unserer persönlichen Beziehungen ist, ist vor allem ein Verhalten des einzelnen, des einsamen Selbst.. Alles, was ich in historischen, anthropologischen, religiösen und biografischen Büchern über Sex gelesen habe, las ich hauptsächlich zu meiner eigenen Beruhigung, um meine Schuldgefühle zu mindern und meine Verwirrung aufzulösen. Und ich wurde beruhigt.

  Im Februar 1992 veröffentlichte die Zeitschrift Harper`s einen Artikel von mir über mein Interesse an Pornographie. Es war das erste Mal, daß ich offen über Sex und seine komplizierten, vielschichtigen Bedeutungen schrieb. Pornographie ist ein Spiegelkabinett, ein zentrales Symbol der allgemeinen Konfusion in bezug auf  Sex.

Pornographie definiert uns allein durch ihre Existenz als sexuelle Lebewesen. Ihre einzige Funktion besteht darin, unsere primäre sexuelle Reaktion herauszukitzeln.. Natürlich hatte ich auch das Bedürfnis, das Thema in rein intellektuellen oder politischen Begriffen abzuhandeln, aber letzten Endes kam mir das ebenso nutzlos wie albern vor. Pornographie ist darauf angelegt, den Verstand so gut wie möglich zu umgehen. Mich interessierte das Unbehagen, das Pornographie auslöst, sowohl bei anderen als auch bei mir, aber ganz gleich, was ich sonst alles darüber sagen konnte, mußte ich auch zugeben, daß ich Pornographie oft erregend fand. Sie packte mich tief im Inneren, und ich konnte mir keine bessere umfassende Metapher für die Auswirkungen der Sexualität auf mein Leben denken. Sex besitzt ewigen Reiz für den Körper- eine immerwährende organische Gefangenschaft. Pornographie ist von der Leine gelassener Sex.

  Auf diesen Artikel bekam ich viele Briefe- ein paar Dutzend gekündigter Abonnements, eine Menge nachdenklicher Briefe von Frauen und Männern, die darum gekämpft hatten, ihr eigenes Interesse an Pornographie zu verstehen, ein paar Lobhudeleien, ein paar Spinnerbriefe, ein paar nackte Geständnisse. Eine Frau schrieb, daß man mir verbieten müsse, Kinder zu haben, ohne zu erklären, wo ihre eigenen hergekommen waren. Es fällt jedem von uns schwer, ehrlich und ernsthaft über Sex zu reden, und vielleicht fällt es Männern besonders schwer, zuzuhören, wenn irgendjemand, egal, ob männlich oder weiblich, über Sex redet.

Ein Mann bot an, sich den Penis abzuschneiden und ihn mir zuzuschicken. Ein kanadischer Rundfunkmoderator forderte mich auf, ihm zu beschreiben, was ich gerade anhatte, und dann, bitte, bitte “dirty“ mit ihm zu reden.

  Mehrere Briefschreiberinnen, die sich selbst als konservative Feministinnen bezeichneten, stützten sich mehr auf Kraftausdrücke als auf Analyse; ihre Beschimpfungen waren drastisch und bösartig. Ich war fassungslos über ihre Wut und ihre Giftigkeit, die so viel beträchtlicher waren als die Vorbehalte, die ich in meinem Artikel gegen die konservativ- feministische Position in Sachen Pornographie geäußert hatte. Sie waren bedeutend wütender und äußerten diese Wut persönlicher als etwa jene, die ihre Abonnements gekündigt hatten. Als Gruppe waren sie insofern interessant, als sie meine offenen Ausführungen über Pornographie mit der Pornographie selbst gleichsetzten. (Zensur, ganz gleich, ob durch Gesetz oder durch gesellschaftliche Sanktionen, macht es nicht nur unmöglich, über das zensierte Thema zu sprechen, sondern auch über die Zensur selbst.)

Es war klar, daß es sich um etwas viel Tiefergehendes handelte als um eine politische Meinungsverschiedenheit. ... 

... Masturbation, Ehebruch, Homosexualität und Prostitution sind nicht nur allgemein üblich- sie sind auch universell. Man spürt geradezu, wie sich ganze Zeitalter schulterzuckend von diesen sexuellen „Verbrechen“ abwandten, die nicht nur von den eigenen Anführern, Königen und Priestern, begangen wurden, sondern auch von den eigenen Nachbarn und natürlich von einem selbst.

... Alle tun es, und alle wissen, daß alle es tun; ich weiß, daß du es tust, und du weißt, daß ich es tue. Aber unsere Gesellschaft ist pubertär; es gibt kein anderes Wort für unsere Ruhelosigkeit und unseren mahnend erhobenen Zeigefinger. Wir leben in einer Welt, in der sexuelle Bilder und Symbole zusammenhanglos überall auftauchen. Dennoch ist es uns fast unerträglich, offen über Sex zu reden- mit unseren Freunden, unseren Geliebten, unseren Eltern und Kindern. ...

... Ich habe, was Sexualität angeht, vielleicht drei unumstößliche Prinzipien. Das erste, einleuchtendste und vielleicht unsicherste lautet, daß wir, wann immer möglich, versuchen sollten, einander nicht zu schaden.. Das zweite ist mein Glaube an die Wichtigkeit der Selbstbestimmung- an das Recht jedes erwachsenen Menschen, seine Entscheidungen selbst zu treffen. Zuletzt kommt mein unerschütterlicher Glaube (trotzt manchmal gravierender Neurosen und reichlicher Beweise des Gegenteils) an das letztlich Gute im Menschen. ...

... Viel zu oft vergessen wir die erstaunlichen Heilkräfte und den lebensbestätigenden Zauber sexuellen Genusses. Sex kann uns helfen, uns selbst zu lieben und in uns eine seelische Großzügigkeit zu entdecken. Er kann uns helfen, uns der Welt zu öffnen und einfach lebendig zu sein. Wir vergessen, daß ehrwürdiger, respektvoller Sex nicht unbedingt wie heterosexuelle Monogamie aussehen muß, und wir vergessen, daß der Mensch jeden Augenblick seines Lebens sexuell ist. ...

... Sexualität und sexuelle Lust sind additiv; sie weiten und dehnen sich aus, bis alles sexuell ist. Wenn ich über Sex spreche, mag es mir nicht immer gelingen, erotische, erregende oder peinliche Bilder auszuklammern, aber im Grunde genommen spreche ich über nichts anderes als üb er das Gefühl, am Leben zu sein- die zahllosen zersplitterten, alltäglichen Aspekte des Lebens. ...

...Man sieht den Leuten einfach nicht an, welche sexuellen Vorlieben sie haben. Ich kämpfe darum, mit meinen eigenen Begierden zu Rande zu kommen, und dann sehe ich mich um und entdecke die wilden, völlig unterschiedlichen Begierden anderer, Begierden, die ich vielleicht nicht verstehe, die mich womöglich ängstigen, anwidern oder verwirren oder die mich schockieren und ohne jede Vorwarnung erregen. ...

...Wenn ich die Vorbehalte abwerfe, die ich gegen mich selbst und meine Begierden habe, fallen auch die Vorbehalte gegen die Begierden und Handlungen anderer, und ich fange an, das sexuelle Begehren als eine Art Gaußsche Verteilungskurve zu sehen, in die jeder von uns fällt, ohne viel Einfluß darauf zu haben, wo genau er landet. ...

... Sie könne S/M einfach nicht verstehen, schrieb die Frau. Die Bilder waren ihr unangenehm. Die Herausgeberin Cris Gutierrez, antwortete ihr: „Das einzige, was es da zu verstehen gibt: Es gibt nichts zu verstehen.“ Vielleicht bin ich tatsächlich die perverse alte Kuh, als die ich schon bezeichnet wurde. Aber vielleicht sind wir das alle. ...

... Sex ist ein Spiel, eine Waffe, ein Spielzeug, eine Freude, eine Trance, eine Erleuchtung, ein Verlust, eine Hoffnung. Ich widerspreche mir selbst; nichts, was ich sagen kann, wird je ausreichen. ... 

(aus `Sallie Tisdale`- "Talk dirty to me- Eine intime Philosophie des Sex", Wilhelm Heyne Verlag München 1994, erschienen 1994 bei Doublesday, New York)


 

 

Für den anonymen Verfasser eines Pönitentialbuches aus dem Jahre 1490 war die Unzucht noch verwerflicher als die Tötung und der Raub, die nicht substantiell böse sind, denn die Umstände könnten uns zwar veranlassen, zu töten oder zu stehlen, nichts aber zwinge uns Unzucht zu treiben ....-

Dieses Sexualtabu oder vielmehr diese Lustfeindlichkeit blieb lange Zeit prägend für die abendländische Kultur. Ihre gesellschaftlichen Auswirkungen sind noch heute spürbar. Man fragt sich, wie das kommt ...

Man kann ohne große Mühe darauf verzichten, seinen Nächsten umzubringen oder ihm die Hühner zu stehlen, schwieriger ist es, eine Frau nicht zu begehren, auch nicht im Geiste, wenn sie begehrenswert ist. Praktisch unmöglich ist dieses Vorhaben, wenn sie das Gefühl des Mannes erwidert und ihm Avancen macht ...

Dadurch, daß sich die christliche Kirche der Kontrolle über die Sexualität bemächtigte, ihr so enge Grenzen setzte, hat sie alle Menschen zu Sündern gemacht, die ihrer Gnade- nur sie besitzt mit dem Bußsakrament den Schlüssel zur Erlösung- anheimgegeben sind. Und da der Sünder fast zwangsläufig rückfällig wird, ist diese Methode besonders wirksam. Fortan wird diese Sünde untrennbar mit der Weitergabe des Lebens verbunden, von einer Generation auf die andere vererbt. ...

Dagegen wird die Sexualität im buddhistischen und hinduistischen Tantra zu einer Quelle der Kraft und der spirituellen Energie, vorausgesetzt es gelingt dem Adepten, sie zu beherrschen, statt von ihr beherrscht zu werden. ...In der Praxis erweisen sich die sexuell freizügigeren Beziehungen, die untreuen wenn man so will, als die dauerhafteren und stabileren. ...

In der Liebe muß, wer die Dauer will, teilen können, jedenfalls innerhalb der Grenzen des physiologisch und hygienisch tragbaren. ...

... Organisch verdankt der Mensch die Entwicklung seiner geistig seelischen Funktionen der Vergrößerung des Gehirns ...

Diese Hypertrophie unserer geistigen Fähigkeiten hat uns in der Linneschen Nomenklatur den Beinamen Sapiens gegeben....

Auch beim Menschen gibt es angeborene Verhaltensweisen, sie spielen im Vergleich zu den Verhaltensweisen, die wir erlernen, keine Rolle. Besonders in sexueller Hinsicht böte unsere Art, folgte sie allein ihrem Instinkt, das Musterbeispiel einer permissiven Gesellschaft.

Indessen gibt es eine Reihe von Regeln, die die sexuelle Begierde kanalisieren. Sie stellen eine gesellschaftliche Kraft von großer Bedeutung dar. ...

Physiologisch betrachtet sind wir im Vergleich zu Tieren gleicher Größe relativ schwächlich und anfällig, weniger kräftig, weniger wehrhaft, langsamer und oft auch ängstlicher- vielleicht weil wir intelligenter sind.

In Hinsicht auf unsere körperliche Leistungsfähigkeit ziehen wir fast immer den kürzeren, im Laufen, Springen und so fort.

Nur auf dem Gebiet der Liebe schlagen wir alle Rekorde, auch in anatomischer Hinsicht. ...

Obwohl ohne Penisknochen ist der erigierte Penis des Mannes eindeutig der größte aller Primaten. ...

Alle oder fast alle Säugetiere paaren sich wie die Wirbeltiere nur in bestimmten Perioden, meist einmal im Jahr, gelegentlich häufiger. Nur die großen Menschenaffen, phylogenetisch unsere nähesten Verwandten, geraten einmal im Monat in die Brunst, und zwar beim Eisprung. ...Dann und nur dann wird das Weibchen für das Männchen attraktiv. Die übrige Zeit fühlen sich die Induviduen verschiedenen Geschlechts keineswegs zueinander hingezogen. Ganz anders die Situation beim Menschen. Unabhängig von allen Zyklen und Jahreszeiten, die Frau ist unersättlich und der Mann immer bereit, vorausgesetzt man läßt ihm von Zeit zu Zeit eine kleine Ruhepause. ...

...Marx erklärt die Gesellschaft durch den Bauch, Freud durch den Unterleib. ...Marx hat sich im Kreml etabliert und in allen Systemen, die den „wissenschaftlichen Sozialismus“ für sich in Anspruch nehmen- von Jaruzelski über Tito bis hin zu Fidel Castro, während Freud dort nie Zugang gefunden hat und wohl auch nicht finden wird. Indes, die beiden Lehren stehen in keinem Konkurenzverhältnis. Der historische Materialismus konnte immerhin  mit einer gewissen Glaubwürdigkeit für sich in Anspruch nehmen, den gesellschaftlichen Überbau mit einer ökonomischen Basis versehen zu haben- aber zur Sexualität hat er nichts zu sagen.

... In einer Welt, in der alle identisch wären, hätte Gleichheit keinen Sinn. Erst die Vielfalt macht sie notwendig und verleiht ihr ihren Wert.

Deshalb ist auf der menschlichen Entwicklungsstufe (des Lebens) nur eine liberale, pluralistische Gesellschaft denkbar, die Informationen aufnimmt und weitergibt und ihren Mitgliedern in ihrem kreativem Tun freien Lauf läßt.

Es würde nichts nützen, die Tyrannei des genetischen Programms durch ein ideologisches Programm zu ersetzen, das den Menschen ein einheitliches Modell von außen aufzwänge.

Ganz gleich, ob politischen, philosophischen oder religiösem Ursprungs, jede Diktatur bedeutet eine Verarmung.

Eine Revolution, die sich in Totalitarismus verirrt, bedeutet einen Rückschritt.

Nur die Freiheit ist revolutionär, denn nur sie ermöglicht die Erneuerung.

(entnommen aus: "Lieben und Sterben; Zur Evolution von Sexualität und Tod", von `Dr. Dr. Jaques Ruffe`, Mediziner, Biologe und Anthropologe an der Universität Toulouse; Rowohlt Verlag GmbH Reinbeck bei Hamburg 1990, 1. Auflage)

 


 

 "Nicht blinder Irrtum, nicht gierge Zeit, nicht feindliches Geschick, nicht schmutzge Mißgunst, nicht feige Wut, nicht ungerechter Haß, nicht Rohheit, Frevelsinn noch Übermut vermögen mir die Luft je zu verdunkeln, mir vor den Augen Schleier auszubreiten und zu verhindern, daß die Sonne strahlt ...

... Die Schuld liegt nicht am Lichte, sondern an ihren Augen.

Je schöner und herrlicher die Sonne an sich ist um so verhaßter und widerwärtiger wird sie in den Augen der Nachteulen."

                 (Giordano Bruno aus: "Von der Ursache, dem Prinzip und dem Einen"; 1592)

Giordano Bruno (Philosoph, Berater der englischen Königin Elisabeth der Ersten, hingerichtet am 16. Februar des Jahres 1600) war neben Jan Hus einer der wenigen Männer, die von der katholischen Inquisition auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden. Traurige "Bilanz" der katholischen Inquisition: ca. 300 000 auf dem Scheiterhaufen verbrannte "Hexen". 

Giordano Bruno ist philosophischer Wegbereiter der heutigen kosmologischen M-Theorie des britischen Theoretischen Physikers Stephen Hawking.

Giordano Bruno war nicht nur ein großer Philosoph, sondern auch den irdischen Freuden zugetan. Er übte eine große Faszination auf einflussreiche Frauen seiner Zeit aus.